Kirschblütenfest Hamburg

Kirschblütenfest: Großes Feuerwerk an der Außenalster

Das Kirschblütenfest findet jedes Jahr Ende Mai statt.  Für die Öffentlichkeit ist vor allem das große Feuerwerk über der Außenalster von Interesse. Wenn des Wetter mitspielt, was leider nicht immer der Fall ist, wohnt dem Abend ein ganz besonderer Zauber inne. Zehntausende strömen an die Alster, Picknicken und grillen und warten entspannt auf das Feuerwerk um 22:30 Uhr.

Ein Programm im engeren Sinne gibt es nicht und auch keine Buden. Das macht dieses Fest so schön, weil es eben nicht voll ist mit Kommerz, sondern ein echtes Bürgerfest.

Kirschblütenfest Hamburg: Zuschauer am Schwanenwiek.
Kirschblütenfest Hamburg: Zuschauer am Schwanenwiek. Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi. Mai 2008

Von wo kann man das Feuerwerk gut sehen?

Gute Sicht auf das Feuerwerk hat man von fast überall an der Außenalster und voll ist es bei gutem Wetter auch überall. Ich mag den Blick von der Alsterwiese am Schwanenwiek. Dort ist es allerdings auch sehr voll.

Anfahrt zum Kirschblütenfest

Apropos voll: Wer zum Kirschblütenfest will, sollte Bus oder Bahn nehmen oder mit dem Fahrrad kommen. Wer mit dem HVV kommt, kann bis Hauptbahnhof (Alle U-Bahnen, fast alle S-Bahnen) fahren oder zum Dammtor (S-Bahn) zum Stephansplatz  oder zur Hallerstraße (beide U1, beide mit ca. 10 Min. Fußmarsch), oder Lohmühlenstraße (auch U1) oder zur Mundsburg (U3). Auch hier jeweils ca. 10 Min. Fußweg. Zudem kammt man mit diversen Busse an die Außenlaster, bspw. dem 6er, (Graumannsweg oder AK St.Georg) zum Kirschblütenfest fahren. Parkplätze gibt es kaum, und selbst ein Stellplatz für ein Fahrrad kann schwierig werden.

Mit dem Kanu zum Kirschblütenfest
Mit dem Kanu zum Kirschblütenfest. Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi, Mai 2008

Kischblütenfest mit dem Kanu

Glücklich ist, wer ein Kanu besitzt oder sich rechtzeitig darum gekümmert hat, eines zu leihen. Denn vom Wasser aus ist das Feuerwerk viel besser zu sehen als vom Land.

Infos zum Kirschblütenfest Hamburg

Der Loki-Schmidt-Garten in Hamburg

Die Schönheit in Flottbek

Seit 2012 heißt der Neue Botanische Garten in Hamburg Flottbek Loki-Schmidt-Garten. Für mich ist der Loki-Schmidt-Garten einer der schönsten Hamburg. Das ca. 25 Hektar große Gelände im Stadtteil Groß-Flottbek beherbergt einen sehr gekonnt angelegten Garten mit vielen großen und kleinen Atrraktionen.

Bambusheine können durchwandert werden, es gibt Nutz- und Giftpflanzen sowie Gärten zu den großen Vegetationsgebieten der Erde. Mir gefällt der kleine Japanische Garten besonders gut und die Mammutbäume, eine unerwartet weiche Rinde haben.

Olivenbaum im Bibel-Garten des Loki-Schmidt-Garten.
Olivenbaum im Bibel-Garten des Loki-Schmidt-Garten. Bilinfo: 4.000 * 3.000 Px, 72 dpi, Mai 2018

Es gibt viel zu Lernen im Loki-Schmidt-Garten

Natürlich gibt es auch eine Darstellung des wisschenschaftlichen Pflanzensystems, die in den letzten Jahren aufgrund der Erkenntnisse der Genforschung komplett umgebaut werden musste.

Da der Loki-Schmidt-Garten etwas abseits der Innenstadt liegt, ist es hier in der Regel nicht so voll wie z.B. im ebenfalls sehr schönen Planten un Blomen.

Ein Cafe sorgt für eine leckere Pause und es gibt Ausstellungen im Loki-Schmidt-Haus oder auch im Gewächshaus.

Baumpersönlichkeit im Loki-Schmidt-Garten.
Baumpersönlichkeit im Loki-Schmidt-Garten. Bildinfo: 4.000 * 3.000 Px, 72 dpi, Mai 2018

Besucherinfos

Der Loki-Schmidt-Garten ist Teil der Universität Hamburg. Er ist täglich ab 9:00 geöffnet, und schließt je nach Jahreszeit zwischen 16:00 und 20:00 Uhr. Der Eintriff ist frei.Der Garten liegt direkt an der S-Bahn-Halstellte Klein-Flottbek.

Zu den Besucherinfos des Loki-Schmidt-Gartens.

Parks und Gärten in Hamburg

Die grüne Stadt Hamburg

Hamburg hat viele große und kleine Parks und Gärten. Manche sind sehr schön, werden aber fast ausschließlich von den Anwohnern genutzt, weil sie klein oder unbekannt sind. Andere stehen in jedem Reiseführer und ziehen daher auch den einen oder anderen Touristen an.

Der Hamburger Stadtpark

Der Stadtpark feierte 2014 seinen 100. Geburtstag. Der große Park bietet viel: einen sehr großen Spielplatz mit Riesenschaukel und Planschbecken, die große Festwiese, auf der 2017 die Stones spielten, im Norden einen schönen Baumbestand und eben auch sehr viele kleine, ruhige Plätze in denen man sich wunderbar erholen kann. Wie z.B. den Adam und Eva Garten, in dem die beiden gelassen die Blicke der Besucher ertdulden. Meine Tipps hier: das Planetarium (mit Aussichtsplattform), die Liebesinsel (leider oft sehr voll)  und die Trinkhalle, ein schönes Café in einem historischen Gebäude.

Wasserlichtkonzert in Planten un Blomen
Wasserlichtkonzert in Planten un Blomen. Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300dpi, Juli 2006

Planten un Blomen

Planten un Blomen liegt mitten in der Stadt – der Park ist in Teilen auf der alten Stadtbefestigung gebaut. Besticht der Stadtpark mit Weite sind es bei Planten un Blomen die sehr schönen Anlagen, die mich immer wieder begeistern. Der Japanische Garten ist klasse (am besten bei schlechtem Wetter besuchen, dann ist es nicht so voll) genauso wie die Bürgergärten, in denen man in Ruhe in der Sonne lesen kann. Besonders schön sind die sommerlichen Wasserlichtkonzerte, die bei gutem Wetter tausende Besucher anziehen. Bunte Wasserfontänen spritzen zur Musik.  Ein großes Vergnügen. Picknick, Decke und einen warmen Pullover nicht vergessen.

Wilhelmsburger Inselpark
Wilhelmsburger Inselpark, Bildinfo: 4.000 * 3.000 Px, 72 dpi, Mai 2018

Wilhemsburger Inselpark

Das Gelände der Internationalen Gartenschau (IGA 2013) wurde nach deren Ende zum Inselpark. Der Inselpark ist weitläufig, sehr aufwendig gestaltet, bietet tolle Spielmöglichkeiten für Kinder (u.a. ein künstlicher Geysir) und hat vor allem den großen Vorteil, dass es hier nicht so voll ist, wie z.B. in Planten un Blomen. Einziger Nachteil ist aus meiner Sicht, dass der Park durch eine Schnellstraße geteilt wird. Wer von einem Teil in den anderen möchte, muss über eine Brücke.  Der Park ist sehr gut mit der S-Bahn (Haltestelle Wilhelmsburg) erreichbar.

Alstervorland im Morgenlicht
Alstervorland im Morgenlicht, Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 , dpi, Oktober 2007

Alstervorland

Auch die Wiesen am Ufer der Außenalster waren einmal Teil einer IGA, allerdings schon 1953. Die großen Wiesen werden im Sommer mit weißen Holzsesseln bestückt, so dass man hier wunderbar in der Sonne sitzen kann. Und dem Treiben auf den Wegen (tausenden Jogger), den Wiesen (viele Hunde) und dem Wasser (je nach Wetter Alsterdampfer oder Segelschiffe oder Ruderer oder alle zusammen) zugucken kann. Ich mag das Alstervorland am liebsten früh am Morgen, wenn es es leer ist und die Sonne von St. Georg aus aufgeht.

Und sonst? Aus meiner Sicht unbedingt besuchen: den Jenischpark, den Neuen Botanischen Garten, den Wohlerspark, den Hirschpark und auf jeden Fall den Altonaer Balkon und den angrenzen Elbpark (Heinepark, Donnerspark und Rosengarten). Dazu bald mehr.

Hamburgs Stadtteile

104 Stadtteile

Hamburg hat 104 Stadtteile, die in 7 Bezirken zusammengefasst sind. Ab und zu ändert sich die Zahl oder die Zusammensetzung. 2008 wurden z.B. Sternschanze und Hafencity zu eigenständigen Stadtteilen und Wilhelmsburg wechselte vom Bezirk Harburg zum Bezirk Mitte. Allzu große Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Hamburg hatte dies allerdings nicht.

Wasserwerk Baursberg in Blankenese
Wasserwerk Baursberg in Blankenese, Bildinfo: 2.000 * 3.000 Px, 300 dpi, November 2006

Ganz anders war das 1937, als mit dem Groß-Hamburg-Gesetz u.a. die Städte Altona, Wandsbek und Harburg der Stadt Hamburg zugeschlagen wurden. In diesen Teilen der Stadt sieht man immer noch Zeugnisse der einstigen Selbstständigkeit.

Hamburgs Stadtteile im Wandel

Fotografisch sind die Stadtteile deutlich unterschiedlich attraktiv. Viele Stadtteile sind reine Wohnviertel, in denen es auf den ersten (und manchmal auch auf den zweiten) Blick keine großartigen Motive gibt. Daher kommen in der Öffentlichkeit (und auch hier) immer die gleichen Stadtteile vor.

Allerdings verändert sich die Wahrnehmung, welche Stadtteile interessant sind, mit der Zeit. In den frühen 80er Jahren war das Schanzenviertel ganz und gar nicht cool sondern ein ziemlich runtergekommener Teil Hamburgs. Und noch vor 10 Jahren wäre kaum ein Student freiwillig nach Wilhelmsburg gezogen – heute aber sehr wohl.

Der Süllberg in Blankenese,
Der Süllberg in Blankenese, Bildinfo: 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi, Oktober 2007

Touristisch interessante Stadtteile in Hamburg

Für Touristen sind in der Regel St.Pauli und das Karoviertel, die Sternschanze, St. Georg, Blankenese mit dem Treppenviertel und die Hafencity interessant. Meine Tipps sind dann noch Wilhemsburg, wo man einen Spaziergang am Spreehafen machen und den Energiebunker besuchen sollte (oben gibt es ein schönes Cafe und einen tollen Blick), Rothenburgsort mit der Elbinsel Kaltehofe und dem WasserForum außerdem Hammerbrook mit den seinen Kanälen.

Der Energiebunker in Wilhemsburg
Der Energiebunker in Wilhemsburg, Bildinfo: 4.000 * 2.664 Px, 72 dpi, Mai 2018

Interessant ist, dass selbst die Hamburger in der Regel nicht wissen, wie die Grenzen der Stadtteile verlaufen. Oder es nicht wissen wollen. So wird gerne gesagt “Ich wohne in Ottensen.”, auch wenn das Zuhause tätsächlich im benachbarten Bahrenfeld liegt. Ottensen, das in jedem Reiseführer beschrieben wird, klingt halt besser. Wer es ganz genau wissen will, findet im Geoportal Hamburg eine Karte, auf der die Grenzen dargestellt werden können (auswählen unter Themen). Wer noch mehr wissen will, kann sich beim Statistikamt Nord alle möglichen Daten zu den Stadteilen angucken, von der Arbeitslosenquote bis zur Pkw-Dichte.

Die Hamburger Speicherstadt

Die Speicherstadt ist für mich noch immer ein ganz besonderer Ort in Hamburg. Das erste Mal war ich in Mitte der 70er dort, zusammen mit meinem Großvater, der im Hafen gearbeitet hat. Damals war der Freihafen mitsamt der Speicherstadt noch komplett umzäunt. Alle Zugänge wurden vom Zoll überwacht. Reinkommen ging einfach, wer aber wieder raus wollte, musste damit rechnen, kontrolliert zu werden. Mich hat das damals schwer beeindruckt. Erst ab 2003 wurden die Zollkontrollen in der Speicherstadt abgebaut, 2013 wurde die “Freizone” im Hafen, also der Freihafen, abgeschafft.

Neuerwegsbrücke Hamburg Speicherstadt
Die illuminierte Neuerwegsbrücke in der Hamburger Speicherstadt. Bildinfo: 3.800 * 2.600 Px, 300 dpi, Oktober 2006

Illumination der Speicherstadt

Einige Relikte aus der Freihafenzeit sind noch erhalten, z.B. das Zollhäuschen an der Brooksbrücke. Seit der Aufhebung der Zollgrenze und dem Beginn des Baus der Hafencity hat sich die Speicherstadt stark verändert. Aus dem riesigen Lagerhauskomplex, der am Wochenende ebenso verlassen wie verwunschen war, ist eine der Attraktionen in Hamburg geworden. Dafür hat auch die Illumination der Speicherstadt gesorgt, die ab 1999 installiert wurde. Die sehr gekonnte Installation macht die Speicherstadt gerade in der Dämmerung noch interessanter. Die Strukturen der Backsteinspeicher und der Brücken werden durch das Licht betont.

Sehenswertes in der Speicherstadt

Sehenswert sind u.a. das Zollmuseum, wo man viel übers Schmuggeln erfährt und ein (gar nicht so) altes Zollschiff besichtigen kann. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch in der Ausstellung Dialog im Dunkeln, wo man unglaublich realistisch erlebt, wie es blinden Menschen geht. Achtung:  weit im Voraus Karten bestellen! Besonders gefällt mir das kleine Speicherstadt-Museum, dass in einem – wie sollte es anders sein – alten Speicher untergebracht ist.

Portal-Skulpturen in der Speicherstadt Hamburg
Portal-Skulpturen in der Speicherstadt Hamburg, Bildinfo: Originale jeweils 3.000 * 2.000 Px, 300 dpi, Februar 2005

Essen & Trinken in der Speicherstadt

Orte zum Essen und Trinken gibt es in der Speicherstadt und der angrenzenden Hafencity inzwischen mehr als genug. Ich mag das “Schöne Leben” sehr gern und finde auch das “Tri Breizh“, das auf der Nordseite des Zollkanals liegt, empfehlenswert.