Diese Sehenswürdigkeiten in Hamburg sollten Sie gesehen haben …

… falls Sie mich fragen.

Meine TOP 10 Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Hamburg ist eine schöne Stadt, in Hamburg behauptet man sogar oft, es sei die schönste aller Städte. Auch wenn man diesem Superlativ kritisch gegenübersteht, stellt man fest, dass es gar nicht so einfach ist, aus der Vielzahl der sehenswerten Orten in Hamburg die Top 10 auszuwählen. Ich habe es trotzdem versucht. Hier also meine Top 10 der Hamburger Sehenswürdigkeiten.

Die Elbphilharmonie

Lange hat es gedauert, bis das neue Wahrzeichen Hamburgs endlich fertig war (ca. 14 Jahre) und ganz billig war es auch nicht (866 Mio. € heißt es). Aber schön ist sie geworden und auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Plaza in 37 Metern Höhe ist  für sich genommen schon eine Sehenswürdigkeit. Noch besser ist es, wenn man den Besucht mit einem Konzert im großen Saal verbinden kann. Tickets sind nicht ganz einfach zu bekommen, aber die Mühe lohnt sich. Wer es einfacher haben möchte, kann auch eine Führung durch die Elbphilharmonie buchen. Leider habe ich bisher kein vernünftiges Bild von der Elphi machen können.

Der Hafen

Groß (72 km²), alt (2018 wird der 829. Hafengeburtstag gefeiert)  und mitten in der Stadt gelegen. Um den Hafen zu entdecken, eignet sich eine der vielen Hafenrundfahrten. Diese gibt es mit und ohne Speicherstadt, im Sommer auch Nachts und für Sparfüchse auch in der “Light”-Version in Form einer Tour mit einer HVV-Fähre.  Die Fahrt mit der Fähre 62 von Landungsbrücken bis Finkenwerder dauert knapp eine halbe Stunde. Dort kann man umsteigen in die 64 und nach Teufelsbrück (dort ist der Jenischpark) fahren. Oder einfach an Bord bleiben und wieder zurückfahren. An einem schönen Sommerabend kann man auf der Rückfahrt in Övelgönne aussteigen und – zusammen mit gefühlt 10.000 anderen – in der Strandperle einen trinken gehen. Was ich auch sehr schön finden, ist eine Radtour durch den Hafen. Der Weg durch den Alten Elbtunnel bis nach Wilhelmsburg ist gut beschildert und es sind nur wenige Kilometer. Zur Hafenerlebnisroute gibt es einen guten Plan als Download.

Fähre im Hamburger Hafen.
Mit der Fähre 62 von den Landungsbrücken nach Finkenwerder.

Die Speicherstadt

Am Besten in der Dämmerung. Die Illumination der alten Speicher ist sehr gelungen und einen Abendspaziergang wert. Die Speicherstadt bietet zudem unzählige Fotomotive, z.B. den Blick von der Poggenmühlenbrücke zu Wasserschloss. Der ist zwar nicht sehr originell – aber trotzdem schön. Wer hungrig oder durstig ist, kann z.B. im “Schönes Leben” einen Happen essen. Wenn man schon einmal da ist, sollte man außerdem unbedingt ein bisschen durch die Hafencity schlendern.  Der Sandtorhafen, Magellan- und Marco-Polo-Terrassen sind meine Favoriten.

Das Hamburger Rathaus

Ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wer kann sollte eine Führung mitmachen (im Voraus buchen!) Sehenswert sind auch die kostenlosen Ausstellungen in der Ratsdiele (das ist die Eingangshalle). Schließlich sei politisch interessierten die Teilnahme an einer Bürgerschaftssitzung empfohlen. Die Eintrittskarten können bei der Hamburgischen Bürgerschaft kostenlos bestellt werden. Mehr zum Rathaus.

Die Alster

Auch wenn Hamburg sich in den letzten Jahrzehnten mehr der Elbe zugewandt hat, bleibt die Alster das schöne Herz der Stadt. Binnen- und Außenalster bilden zwei herrliche (Stau-)Seen, an deren Ufer man einen Sonntagsspaziergang macht, in der Sonne döst oder aber eine oder zwei Runden joggt (eine Runde sind ca. 7.5 km).  Besonders schön finde ich: den Platz unterhalb der Lombardsbrücke (am Abend mit Sonne), die Alsterwiesen in Harvestehude (hier gibt es im Sommer bequeme Gartenstühle) und die Alsterwiese am Schwanenwiek. Wenn man die Zeit hat: ein paar Stadtionen mit dem Alsterdampfer fahren.

Jogger an der Alster in Hamburg
Jogger an der Alster in Hamburg

St.Pauli

Es ist leicht, in Klischees zu verfallen, wenn man über St.Pauli und die Reeperbahn schreibt. Die Reeperbahn kann man sich angucken, wenn, dann am besten nach Sonnenuntergang und bitte mit Respekt gegenüber dem Stadtteil und der Menschen, die dort leben und arbeiten.  Mir persönlich gefällt die Atmosphäre in den Seitenstraßen besser, zudem sind dort nicht ganz so viele Touristen unterwegs.  Schön sind der Hein-Köllisch-Platz, der Fußweg “Bei der Erholung”, und die Paul-Roosen- bzw. Clemens-Schulz-Straße. Als Location hat mir der Nochtspeicher in der Bernhard-Nocht-Straße gut gefallen.  Aber im Grunde “amüsierst Du Dich, denn das findet sich…” wenn man auf St-Pauli unterwegs ist.

Der Michel

Lange war die Barockkirche St.Michaelis Hamburgs Wahrzeichen.  Der  132 Meter hohe Turm ragt über Stadt hinaus und ist eine markante Landmarke für auf der Elbe ankommend Schiffe. Abends spiegelt sich die Sonne in der riesigen Turmuhr (8 Meter Durchmesser).  Der Blick von der 83 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform ist klasse – eine unbedingte Empfehlung. Hoch kann man mit dem Fahrstuhl fahren, runter kann man – wenn man will – die Treppen nehmen. Da der Fahrstuhl nur über eine lange Treppe erreichbar ist, ist die Aussichtsplattform nicht barrierefrei.  Außerdem ist die Kirche selbst sehr sehenswert und wer Kirchenmusik mag, sollte versuchen, ein Konzert im Michel anzuhören. Die Akustik  ist sehr gut, die Konzerte in der Regel hochklassig. Hier gibt’s Karten.

Die Aussichtsplattform und die Uhr des Michels
Die Aussichtsplattform und die Uhr des Michels

Planten un Blomen

Wo heute der Park Planten un Blomen liegt, war früher der Wall, die Hamburger Stadtbefestigung. Das gilt zumindest für den Teil zwischen Dammtor und Millerntor.  Der Park ist eine wunderschöne Oase mitten in der Stadt. Ich gehe dort sehr gerne spazieren, aber es gibt auch jedem Menge zu machen. Es gibt zwei große Spielplätze für Kinder, das Schaugewächshaus der Uni Hamburg (kostenloser Eintritt und wirklich ein Besuch wert), die Wasserlichtspiele im Sommer (auch kostenlos und bei gutem Wetter richtig klasse), eine Schlittschuh bzw. Rollschuhbahn und die beiden Japanischen Gärten, die ich einfach wunderbar finde. Bei Joggern ist der Park auch beliebt. Wichtig: Der Park ist von 7 Uhr bis – je nach Jahreszeit – 20 bsi 23 Uhr geöffnet.

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Der Ohlsdorfer Friedhof

Nun gut, es mag nicht jedermanns Sache sein, freiwillig Freidhöfe zu besuchen. Wer sich daran aber nicht stört, sollte sich unbedingt den Ohlsdorfer Friedhof besuchen. Die Fahrt mit der U-Bahn dauert vom Jungfernstieg nur eine gute Viertelstunde, die Station Ohlsdorf ist direkt am Haupteingang des Friedhofs. Viele alte, prachtvolle Grabmale sind in der Nähe des Haupteinganges zu sehen. Aber auch ein ausgiebiger Spaziergang über den Friedhof lohnt sich. Schön ist u.a. der kreisrunde See am Schmetterlingsgarten. Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch die Würde des Friedhofs.

Engel auf dem Ohlsdorfer Friedhof
Engel auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Köhlbrandbrücke

Es ist sehr einfach, die Köhlbrandbrücke anzugucken. Aus größerer Entfernung hat man z.B. von der Dachterraase des “Dockland”, einem Bürohaus an der Elbe, eine gute Sicht auf die Brücke mit den 135 Meter hohen Pylonen. Die Brücke selbst ermöglicht es Schiffen mit einer Höhe von bis zu 53 Metern unter ihr durch zum Container Terminal Altenwerder zu fahren.  Und wie kann man die Brücke aus der Nähe sehen? Entweder in den Hafen fahren (z.B. zum Ankeger Neuhof) und die Brücke von unten beszaunen. Oder beim Köhlbrandbrückenlauf mitmachen und zweimal über die Brücke laufen und die Aussicht von oben genießen. Ich habe beides gemacht. Der Lauf bietet den besseren Blick, ist aber nicht zum Fotografieren geeignet.

Die Köhlbrandbrücke bei Nacht
Die Köhlbrandbrücke bei Nacht